Kindheit ist – und war – noch nie eine belastungsfreie Zeit. In einer Phase, die durch Spiel und Unbekümmertheit gekennzeichnet sein sollte, werden Kinder nicht selten mit ihren Problemen allein gelassen: Streit mit anderen, Schwierigkeiten in der Schule, Ärger mit Mama und Papa, sich nicht an Regeln halten, wenig Freunde, sich alleine fühlen, ängstlich sein, wütend sein… Manchmal brauchen Kinder professionelle Unterstützung beim Groß-Werden.

Erziehungsbeistandschaft

Im Mittelpunkt dieser Hilfeform (§ 30 SGB VIII) steht das Kind. Der Erziehungsbeistand versucht eine tragfähige Beziehung aufzubauen. Er orientiert sich an der persönlichen Situation des Kindes und hilft Entwicklungsaufgaben zu meistern. Im Einzelkontakt wird das Kind in allen alltäglichen Belangen praxisnah und altersgerecht unterstützt. Begleitend werden in Eltern- und Familiengesprächen Wege für ein förderliches Miteinander von Eltern und Kind gesucht. Unsere räumlichen und personellen Voraussetzungen machen Vieles möglich:

  • Natur- und erlebnispädagogische Aktionen: Sich bewegen, aktiv sein, Wind und Wetter spüren, Sinne schärfen, entdecken und forschen, eigene Kraft spüren, Neues wagen, Grenzen überwinden.
  • Jungen- und Mädchenpädagogik: Persönliche Stärken und Schwächen zulassen, Nein-Sagen lernen, eigene Gefühle spüren, mit anderen auskommen, Konflikte lösen, für sich selbst einstehen können.
  • Kreativität, Gestaltung und Musik: Werken mit Holz, Ton, Stein, Farbe und Leinwand, Weidenflechten, Singen im Chor, Schlagzeug spielen, Trommeln, entspannen mit Klangschalen.

Soziale Gruppenarbeit

Soziale Gruppenarbeit leitet Kinder und Jugendliche an, Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme zu überwinden. Soziales Lernen wird auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Settings gefördert.  Die Dauer der Gruppe beträgt ein Jahr – denn nur durch eine konstante und langfristige Beziehungsarbeit sind nachhaltige Veränderungen möglich. Die Inhalte orientieren sich an den Bedürfnissen der Jungen oder Mädchen und sind praxisnah und spielerisch.

DoMiNo ist ein 10-wöchiges Gruppenangebot, das die Prävention von psychischen Erkrankungen als Grundgedanken hat. DoMiNo bedeutet: „Do“ von „to do“ etwas tun, aktiv werden, „Mi“ Mut machen und Informieren und „No“ von „no“ lernen, nein zu sagen und sich abzugrenzen. Es können Kinder ab dem Grundschulalter teilnehmen, die mindestens ein Elternteil mit einer diagnostiziert psychischen Erkrankung haben. Die Kinder werden für die eigene Befindlichkeit sensibilisiert und altersgerecht über psychische Erkrankungen aufgeklärt. Und sie bekommen Zeit, einfach mal „Kind“ sein zu dürfen. Im Angebot sind auch Beratungs- oder Familiengespräche. Für einzelne Familien ohne familiäres Netzwerk bieten wir die Möglichkeit eine Patenfamilie einzubinden, die in Krisenzeiten zur Seite steht.

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